Freitag, 3. Oktober 2014

Freitags-Füller


Heute ist Freitag. Juhuu! Und frei noch dazu. Das heißt, es ist Zeit für die Freitags-Füller von Barbara. Näheres dazu findet ihr hier. Fett ist das, was vorgegeben war...
  1. Ich bin stolz,  weil ich es heute geschafft habe, richtig zu entspannen und die Arbeit liegen zu lassen. Muss auch mal sein : )
  2. Eine Wohnung ohne Garten ist definitiv nicht der richtige Platz für  einen Hund. Deshalb muss ich mich noch gedulden, bis wir einen in unser Zuhause holen können.
  3. Um den Hals trage ich eigentlich immer nur Tücher oder Schals, selten mal eine Halskette.
  4. Manche Leute machen mir zuviel Drama.
  5. Gestern abend habe ich es richtig genossen, lange auf zu bleiben, da ich heute ausschlafen konnte.
  6. Ich liebe Herbstblumen. Zählen Sonnenblumen da eigentlich noch dazu?
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf meinen Schatz, der von seiner Geschäftsreise (ja, am Feiertag) zurückkommt, morgen habe ich außer unserem Wochenendeinkauf nichts geplant und Sonntag möchte ich auf jeden Fall das schöne Wetter genießen und Abends zu unserem Tanzkurs gehen!
Schönen Frei- und Feiertag!

Dienstag, 30. September 2014

Sukkulenten


Vor knapp 1 1/2 Jahren habe ich mir mal unbedingt Sukkulenten eingebildet und bei uns im Gartenmarkt ein paar kleine Exemplare besorgt. Denen gefiel es auch auf unserer Fensterbank recht gut und sie wuchsen prächtig und im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Topf.

Dann las ich vor einiger Zeit einen Beitrag über das Nachziehen von Pflanzen aus einzelnen Blättern bei Elise im Blog. Warum nicht einfach versuchen, dachte ich mir. Also, die habe ich, bzw. mein Schatz ein paar Pflanzen umgetopft und von den anderen vorsichtig die Blätter abgemacht.

Irgendwie schien es schon komisch, die Blätter nur auf die Erde zu legen, aber scheinbar hat es funktioniert, denn nur 8 Wochen später sieht man schon die ersten Erfolge:

Die weißen Fäden sind die neuen Wurzeln und wenn man ganz genau hinsieht, dann sieht man oben im Bild in der Mitte auch einen ganz zarten kleinen Trieb.


Ich bin richtig stolz auf uns und jeden noch so kleinen Erfolg...

Dienstag, 23. September 2014

B A S I L I K U M

Habe ich euch eigentlich schon vom Basilikum erzählt, der nicht sterben wollte?

Basilikum und wir - das war bisher immer so eine Sache. Meistens haben wir im Frühjahr eine Pflanze gekauft, die dann innerhalb kürzester Zeit kaputt ging. Bis zum Ende des Sommers verbrauchten wir dann immer 3-4 Pflanzen.

Nein, es lag nicht daran, dass wir nicht wissen, wir man die Blätter abzupft: Nie die Spitzen, sondern immer die einzelnen Blätter am Stängel, und zwar so, dass die direkt daran anschließenden neuen Triebe nicht verletzt werden. Das haben wir brav befolgt, aber hatten trotzdem kein Glück.

Bis zu diesem Jahr. Ihr erinnert euch vielleicht, wir waren im Mai in Italien und haben neben Lebensmitteln auch ein paar Pflanzen mitgebracht, unter anderem Basilikum. Hier nochmal zur Erinnerung ein Foto direkt nach dem Einpflanzen:

Und nun kommt das unglaubliche: Die Pflanze hat überlebt. Bis jetzt. Ja, nach über 3 Monaten und einem doch eher "unitalienischem" Sommer gedeiht der Basilikum noch prächtig. Wir kommen kaum hinterher mit der Ernte.


Unser nächstes Ziel? Wir werden ihn mal mit nach drinnen in die Küche nehmen und schauen, ob er den Winter mitmacht. Wenn nicht, ist's nicht schlimm, denn wir haben uns wirklich über ihn gefreut. Und wenn er uns erhalten bleibt, dann ist's noch besser.

Ach ja, der nächste Frühjahrsausflug nach Italien ist schon fast gebucht. Ratet mal, was auf der Einkaufsliste steht...

Freitag, 19. September 2014

Herbst?

Meteorologisch gesehen ist der Sommer ja vorbei. Nur irgendwie hat er da was verwechselt, denn kaum war der September da, ist das Wetter schlagartig besser geworden, abgesehen vom Nebel am Morgen. Naja, wa soll's. Nutzen wir's halt aus und freuen uns darüber.

Wir haben jeden Sonnenstrahl genutzt. Wir haben dank des günstigen Standorts immer noch eine Menge Tomaten an den Pflanzen hängen und die Sonne hat ihnen richtig gut getan. Hier ein letztes Foto vor der Ernte:

Am vorletzten Wochenende haben wir dann unsere Kräuter umgetopft. In letzter Zeit war es etwas eng geworden in den großen Pflanzkästen und die Pflanzen haben sich gegenseitig die Nährstoffe weggenommen, also hat jetzt jeder seinen eigenen Topf bekommen. Damit sollten wir die Lieben auch gut durch den Winter bringen. Voilà:

Wir haben übrigens lauter gleiche Töpfe genommen, auch wenn das hier nicht so aussieht. Bei ein paar haben wir einfach Ziegelsteine drunter gelegt, jetzt stehen sie etwas höher und bekommen erstens mehr Sonne ab, zweitens sieht das ganze etwas aufgelockerter aus.

Nachdem wir den Sack mit Erde dann schon ausgeleert hatten, haben wir gleich noch unsere Herbstbepflanzung angelegt:


Erika, Fetthenne und ein paar Bodendecker sollten die Töpfe ausreichend schützen, sodass wir uns nächstes Frühjahr wieder über unsere Tulpen und Narzissen freuen können.

Und noch zuletzt der neue Mitbewohner. Unser altes Limonenbäumchen hat es dann doch nicht geschafft und uns verlassen. Irgendwie ist es nach dem Winter nie richtig auf die Beine gekommen. Hier also sein Nachfolger.

Jetzt aber ab und noch eine Runde nach draußen, die Sonne und die Wärme genießen...

Donnerstag, 31. Juli 2014

Sommerküche - selbstgemachte Tomatensuppe

Ich wünschte ja, dass unsere eigenen Tomaten schon so weit sind, aber leider macht uns das Wetter einen kleinen Strich durch die Rechnung und es werden immer nur eine oder zwei Tomaten reif... aber zum Glück ist auf unseren Gemüsehändler auf dem Samstagsmarkt Verlass.
Und so gab es gestern Abend selbstgemachte Tomatensuppe.

Dafür braucht ihr (Rezept für 2 hungrige Personen):
  • ca. 800 g reife Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Avocado
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 mittelgroße Karotte
  • 50 ml Rotwein
  • 400-500 ml Gemüsebrühe
  • 2 EL Crème fraîche
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • nach Belieben ein paar Blätter Basilikum
  1. Zwiebel schälen und grob würfeln, den Knoblauch schälen und ebenfalls grob zerdrücken.
  2. Öl in einem Topf erhitzen und dann die Zwiebel und Knoblauch kurz andünsten.
  3. Währenddessen die Karotte waschen, schälen und in Scheiben schneiden.
  4. Die Karotte in die Pfanne geben und mit dem Wein ablöschen. Köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verschwunden ist.
  5. Die Tomaten waschen, den Strunk entfernen und ebenfalls grob würfeln. In den Topf geben und mit der Brühe übergießen. Lieber am Anfang weniger Brühe hinzugeben und etwas nachgießen.
  6. 25-30 Minuten köcheln lassen.
  7. Währenddessen die Avocado schälen und in kleine Würfel schneiden.
  8. Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken. In die Teller geben und mit etwas Crème fraîche und den Basilikumblättern dekorieren.

Samstag, 26. Juli 2014

Neues vom Balkon

Erinnert ihr euch noch an diese Bilder?


Das waren ein paar unserer Pflanzen so ungefähr im Mai. Nunja, mittlerweile gestaltet sich das ganze schon etwas anders. Da kommt einfach nur Urlaubsfeeling auf und deshalb ein paar aktuelle Bilder aus "unserer grünen Hölle" (Zitat meiner Mama):
Tomatenpflanzen und Blumen

diese Woche spitzelte es sogar schon rot hinter dem grün hervor

Olivenbäumchen mit Wiesenblumen und im Vordergrund unser neuer Lorbeer

3 Sorten von Geranien, die den Balkonkasten schwer nach unten ziehen

Kapuzinerkresse, die einfach überall auf dem Balkon hin möchte
 
Dipladenia - mit vielen Blüten nach ein paar sonnigen Tagen

Dienstag, 8. Juli 2014

Träumst du Fréderik? - oder Vorratsammeln für den Winter

Bald ist es wieder soweit. Während draußen heute der Sturm heult und die Regentropfen gegen das Fenster trommeln, habe ich die Gläser aus dem letzten Jahr schon einmal hervorgeholt, denn bald ist es wieder soweit: Tomatensaison!
Unser Gärtner hat schon seit 2-3 Wochen eigene Tomaten und in etwa zwei weiteren Wochen wird er wieder das unschlagbare Angebot haben: 3 kg zum Preis von 2.
Was das heißt? Tomaten einkochen!
Das haben wir schon letztes Jahr gemacht und die haben prima geschmeckt und das Rezept ist super einfach:

  • 12 "Quattro Stagioni" Gläser mit Füllmenge 0,33 l
  • ca. 3-4 kg reife aber nicht matschige Tomaten
  • Salz
  • Olivenöl
  • einen großen Topf oder am besten einen Wecktopf
  1. Tomaten waschen, den Strunk herausschneiden und würfeln.
  2. Die geschnittenen Tomaten bis ca. 1 cm unter den Rand in die Gläser füllen, dabei darf der ausgelaufene Tomatensaft ruhig mit in die Gläser. Man kann die Stückchen auch ein bisschen drücken, dass sie schön nahe aneinander liegen.
  3. Eine Prise Salz und 1 EL Olivenöl über die Tomaten gießen. 
  4. Den Topf mit Wasser füllen und die Gläser nebeneinander hineinstellen. Das Wasser sollte ca. 3 cm über den Deckeln enden.
    Sie sollten laut Anleitung nicht direkt auf dem Boden stehen, deshalb habe ich den Einsatz vom Dampfkochtopf genommen und die Gläser darauf gestellt. Vermutlich muss man immer einen Teil der Gläser nacheinander kochen.
  5. Das Wasser aufkochen und dann die Gläser ca. 15-20 Minuten mitkochen.
  6. Anschließend den Topf vom Herd nehmen und das Wasser abkühlen lassen, bis es lauwarm ist. Man hört die Deckel klacken, wenn sich das Vakuum bildet.
  7. Die Gläser lichtgeschützt und kühl lagern und den ganzen Winter genießen! Auf die Pizza, als Soße oder frisch aufgemacht als Bruschetta!


Macht ihr auch Gemüse oder Obst für den Winter ein?

Montag, 23. Juni 2014

La cucina oder la dolce vita

Ich glaube, in fast jedem deutschen Haushalt steht das "Italian Basics" Buch von GU. Bei euch wahrscheinlich auch, oder? Unseres sieht auch schon reichlich gebraucht auch. Einige Seiten mit unseren Lieblingsrezepten schlagen sich schon fast von alleine auf... also Zeit für etwas Neues.

Was für ein Glück, dass der Buchladen nicht weit und die Auswahl groß ist. Wir haben uns letztendlich für einen italienischen Klassiker entschieden: La cucina


2000 Rezepte auf fast genauso vielen Seiten... Am besten finde ich ja diese 3 Seiteneinmerker in den italienischen Nationalfarben Grün-Weiß-Rot.


Unser erstes Rezept haben wir auch schon ausprobiert: Polenta und pikante Tomatensauce. Relativ simpel, aber mal genau nach Rezept gekocht... Bleiben noch 1998 Rezepte zum ausprobieren.



Mittwoch, 18. Juni 2014

Spargel an Blätterteig

Jetzt zum Saisonfinale des Spargels möchte ich noch ein klasse Rezept mit euch teilen, dass wir wie jedes Jahr meiner Meinung nach viiiiiel zu selten gemacht haben:

Spargel an Blätterteig

 Für 2 Personen braucht ihr:

  • einen Blätterteig aus dem Supermarkt
  • 750 g Spargel
  • 150-200 g Tomaten
  • 1 Becher Sahne
  • 50-100 g Parmesan
  • 1 Eigelb
  • ein paar Zweige Thymian oder getrockneten Thymian
  • 1-2 EL Pinienkerne
  • 1-2 EL grobkörniges Salz
  • etwas Butter, Salz Pfeffer
  1. Den Ofen auf 200° C Ober-Unter-Hitze vorheizen.
  2. Den Spargel waschen, schälen und in ca 3-5 cm lange Stücke schneiden.
  3. Die Butter in einer Pfanne erwärmen und den Spargel ca. 5-10 Minuten in der Pfanne anschwitzen. Er sollte noch gut Biss haben.
  4. Die Sahne dazugießen, den Parmesan dazugeben und gut unterrühren. Die Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken
  5. Die Tomaten waschen und würfeln.
  6. Den Spargel und die Soße in eine relativ flache, ofenfeste Form geben, die Tomaten darauf verteilen. Wir nehmen immer eine IKEA-Edelstahl-Form, die genau die gleiche Größe wie der Blätterteig hat, ihr könnt aber auch jede andere Form geben.
  7. Mit dem Blätterteig bedecken und mit Eigelb einstreichen
  8. Das grobe Salz, Thymian und die Pinienkerne auf den Blätterteigdeckel streuen.
  9. Für weitere 15 Minuten im Ofen backen, bis der Blätterteig eine Kruste bekommt.
  10. Genießen!



Montag, 16. Juni 2014

Samstagsmarkt

Jeden Samstag gehen wir auf dem Wochenmarkt einkaufen. Ich finde es gibt nichts Schöneres. Klar, jeden Samstag aufstehen kostet schon Überwindung, besonders, wenn es draußen im Winter stürmt oder schneit. Auf der anderen Seite fällt einem dann erst auf, wie selten es tatsächlich regnet oder umgekehrt, wie oft es Samstags in der Früh schönes Wetter hat.

Aber zurück zum Gemüse. Wir kaufen hauptsächlich saisonell ein, d.g. momentan gibt es (fast) alles: Salat, Gurken, Karotten, Tomaten, Radieschen. Unser Gemüsehändler baut das Saisongemüse selbst an, Tomaten kauft er im Winter aber beispielsweise zu. Für diejenigen die im Winter Tomaten möchten... Ich esse ja dann lieber Wurzelgemüse in Eintöpfen.


Ein Einkauf, wie ihr in auf den Bildern seht, kostet so zwischen 15 und 20 Euro. Ich gebe zu, das klingt auf den ersten Blick nicht ganz billig, aber damit kommen wir über die ganze Woche. Da kommen dann noch einmal etwa 10 Euro im Supermarkt für Milch, Joghurt, etc. dazu und wir sind praktisch die ganze Woche versorgt.

Klar könnte ich alles auch "bequem" im Supermarkt kaufen, aber da weiß ich letztendlich nicht woher die Sachen kommen, ich kenne nicht den Landwirt und ich weiß nicht, was rund um das Anbaugebiet los ist. Bei "unserem" Gemüsehändler könnte ich mir rein theoretisch die Karotte vom Feld aussuchen. Ich weiß genau, was wo und wie los ist. Deshalb gehe ich einfach unglaublich gern auf unseren Markt...

Geht ihr auch auf einen (Wochen-)Markt oder kauft ihr euer Obst und Gemüse im Supermarkt?

Dienstag, 10. Juni 2014

Auf dem Balkon


Angesichts der heißen Temperaturen an diesem langen Wochenende verbrachten wir die Zeit entweder auf dem Rad (morgens und abends) oder auf unserem Balkon...


Wir haben die ersten eigenen Erdbeeren gepflückt...


Und auf der Plantage gleich noch eine ganze Schüssel... und zur Abkühlung gings noch an den Lech, dem Wasser beim glitzern zuschauen...


Und das ganze Wochenende gab's selbstgemachtes Tiramisù mit Himbeeren (die waren allerdings "nur" selbstgekauft vom Markt).



Donnerstag, 5. Juni 2014

Souvenirs, Souvenirs


Ganz unbemerkt waren wir letztes Wochenende - Donnerstag war ja frei und den Freitag haben wir einfach frei genommen - für einige Tage am Gardasee. Wir hatten wunderschönes, warmes Wetter und haben die Zeit richtig genossen.

An dieser Stelle muss ich zugeben, dass wir jedes Jahr an den Gardasee fahren. Vor einigen Jahren haben wir ein richtig schnuckeliges Hotel entdeckt und nun fahren wir jedes Jahr für einige Tage dorthin. Selbstverständlich ging es auch dieses Jahr nicht ohne ein Urlaubssouvenir - neben den knapp 1000 Fotos (an 4 Tagen), den üblichen Essensvorratskäufen (Pasta, Pane und Prosciutto). Doch was soll man mitnehmen, wenn man eigentlich alles hat? Pflanzen selbstverständlich:

Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie die Pflanzen hieß, aber sie war überall am See und ich fand die Blüten einfach wunderschön. Allerdings ist sie nicht winterhart, d.h. wir müssen sie im Winter mit hineinnehmen...


Portulak - irgendwie erinnert mich diese Sorte an eine Sukkulente. Leider nur einjährig, aber vielleicht können wir sie ja ebenfalls im Winter mit ins Haus nehmen und überlisten...


Es geht doch nichts über selbst gezogene Pflanzen. Vor 2 Jahren haben wir schon einmal Oleanderzweige mitgenommen und ein paar sind auch angegangen. Dieses Jahr versuchen wir unser Glück noch einmal.


Basilikum - ja ich weiß, den gibt es bei uns auch, aber 4 Pflanzen für 1,50 €? Da mussten wir einfach zuschlagen.

Und dann haben wir noch 2 Rosmarinpflanzen mitgenommen. Laut Gärtner (in Italien) halten die Pflanzen bis zu -10° aus. Hmmmm. Da werden wir es dieses Jahr doch mal versuchen, eine Pflanze draußen zu überwintern...

Montag, 2. Juni 2014

Großer Auftritt der Diven

Schnittlauch und Petersilie kann ja jeder, dachten wir uns und stürzten im Gartenmarkt auf die Kräuterabteilung zu, um uns einzudecken. Tja. Jeder fängt mal klein an.
Der Dill hatte innerhalb von einer Woche Läuse und nach zwei Wochen war er tot. Warum? Wir hatten nicht gelesen, dass er ca. 50 cm lange Wurzeln hat - da waren die 20 cm im Balkonkasten einfach zu wenig.

Hier also ein paar etwas empfindlichere Kräuter und unsere Erfahrungen damit:
  • Thymian "unterschätzter Wegbegleiter"
    Mit dem Thymian hatten wir bisher wenig Probleme, außer der Tatsache, dass er weit ausufernder wächst als zunächst vermutet. Wir nehmen ihn häufig zum Würzen von Soßen oder zum Braten. Er soll auch ganz frisch zum Salat sehr gut schmecken, dass habe ich aber bisher noch nicht versucht. Als Tee wirkt er schleimlösend. Mir gefällt er auch vor allem wegen der wunderbaren rosa Blüten:
  • Lorbeer "der König unter den Kräutern"
    Lorbeer schmeckt wunderbar in Eintöpfen, Soßen und zum Risotto. Himmlisch! Wir haben uns aus einem einzelnen Ast einen wunderschönen Strauch gezogen, der leider diesen Winter eingegangen ist. In der Wohnung war es einfach zu warm und als wir ihn vor einigen Wochen auf den Balkon stellten, stürzten sich die Läuse darauf. Also, wieder etwas gelernt, Lorbeer nicht in der Wohnung überwintern, der nächste Strauch kommt zum Gärtner!
  • Salbei "unsere beste Investition im letzten Jahr"
    Wir haben uns für einen purpurfarbenenen Salbei entschieden, die frisch gezupften Blätter werfen wir einfach in den Salat, auch in Tees schmecken sie wunderbar.
    Mein Lieblingsrezept: Salbeibutter
  • Rosmarin "die Diva"
    Leider hat auch der Rosmarin - mittlerweile unsere vierte Pflanze - den Winter nicht überstanden. Auch er war in der Wohnung und von heute auf morgen wurde er dürr und es fielen alle Blätter ab. War wohl doch zu trocken, dabei haben wir so fleißig gegossen. Hm. Also muss schnellstens eine neue Pflanze her, denn zum Grillen und in Eintöpfen oder zum Kartoffelgratin schmeckt Rosmarin einfach phänomenal.
  • Kapuzinterkresse "die Blühende"
    Unsere neueste Errungenschaft. Mir gefallen die Blätter so gut, also wollte ich sie unbedingt einmal ausprobieren. Bisher sind unsere Pflänzchen noch zu zart, aber schon bald hoffe ich etwas ernten zu können. Die Blätter sollen lecker im Salat schmecken, ein bisschen nach Pfeffer, oder auch in der Kräuterbutter... 

Welches sind eure Lieblingskräuter?

Donnerstag, 29. Mai 2014

Mein kleiner Kräutergarten


Ich liebe unsere Kräuter auf dem Balkon. Am liebsten nasche ich direkt von den Pflanzen. Oder ich zupfe einfach ein paar Blätter ab und streue sie frisch über den Salat. Auch zum würzen von Soßen oder Eintöpfen oder zum Grillen in der Marinade schmecken frische Kräuter einfach himmlisch. 

Dieses Jahr sind in unserem Beet Schnittlauch, glatte und krause Petersilie, Thymian, Lorbeer und Lavendel vertreten. Wir haben es aber auch schon mit Dill, Rosmarin und Basilikum versucht - mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.

Hier sind die Klassiker unter meinen Lieblingen, mit ein paar Tricks und Tipps:
  • Schnittlauch "wächst immer - auch im Winter"
    Wir schneiden die Stängel fein in Salate, Soßen oder auf's Brot.
    Wichtig: bei warmen Speisen nicht mitkochen, sondern erst kurz vor dem servieren darüber streuen. Manchmal nehme ich auch die Blüten (essbar) zur Deko, z.B. zum Salat.
    Mein Lieblingsrezept: Schnittlauchbrot
  • Petersilie "muss alle 2-3 Jahre nachgepflanzt werden" (ist aber trotzdem winterhart)
    Petersilie ist ein weiteres Universalgewürz. Wir nehmen sie vor allem in den Salat, zur Kräuterbutter, zum Grillen und in Soßen.
    Momentan haben wir das Problem, dass die Blätter immer gelb werden. Das liegt entweder daran, dass es zu trocken ist oder die Pflanzen einen Magnesiummangel, den ich bisher noch nicht beheben konnte.
  • Lavendel "für die Sinne" (auf winterharte Sorten achten)
    Unser erster Lavendel hat den Winter nicht überlebt, wir hatten nicht darauf geachtet, dass er nicht winterhart war. :( Die Pflanze aus dem darauffolgenden Frühling wächst immer noch im Balkonkasten und erfreut uns mit ihren Blüten und Duft.
    Wir nutzen die jungen Blättertriebe im Frühjahr häufig, um Fisch zu würzen oder nehmen sie frisch in den Salat. Ich habe sie auch schon einmal in die Kräuterbutter gegeben, mmmmmh. Achtung, beim Ernten aufpassen, dass ihr nicht den Blütenstängel abschneidet.
    Der klassische Einsatz für die Blüten  bzw. Knospen ist als Deko, aber auch in Duftkissen oder in Tees machen sie sich prima.
    Mein Tipp: Nach der Blüte die Blütentriebe zurückschneiden, dann blühen die Pflanzen im Herbst ein zweites Mal.
  • Kresse "ideal für's ganze Jahr"
    Die Keimlinge und Blätter schmecken lecker im Salat oder zu geräuchertem Fisch. Man kann die Kresse entweder im Beet ansäen, will man sie das ganze Jahr genießen, empfiehlt sich ein Keimkasten.
    Mein Lieblingsrezept: Schmalzbrot (oder Zwiebelschmelzbrot) mit frishcer Kresse

Das sind eigentlich wirklich pflegeleichte und anspruchslose Kräuter. Das nächste Mal sind unsere "Diven" dran...

Montag, 26. Mai 2014

Maja war hier

Schon seit der Schnittlauch angefangen hat zu blühen, beobachte ich immer die Bienen. Sie sind sehr kamerascheu, denn jedes Mal wenn ich meinen Foto hole, fliegen sie weg oder verstecken sich zwischen den Blüten. Aber nun habe ich sie endlich erwischt...


Freitag, 23. Mai 2014

Selbstgemachter Obadzder

Ich habe ja letztens schon unseren selbstgemachten Obadzden erwähnt und wollte jetzt noch das Rezept nachreichen.

Das Rezept reicht für zwei Personen locker zur Brotzeit oder für vier als Appetizer:

Zutaten:
  • 250 g Camembert, am besten schon ein bisschen reif und weich, er sollte aber nicht fließen
  • 200 g Limburger, ebenfalls ein wenig reif
  • 200 g Frischkäse
  • ca. 1 EL Butter
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • ca. 0,1 - 0,2 l Bier, wir nehmen meistens alkoholfreies Weizen
  • Salz, Pfeffer, Kümmel, Paprika edelsüß
  • Schnittlauch
  1. Zwiebel fein schneiden und kurz mit der Butter in der Pfanne anschwitzen. Die Zwiebeln sollten auf keinen Fall braun werden oder verbrennen. Pfanne zur Seite stellen und die Zwiebeln abkühlen lassen
  2. Beide Käsesorten fein würfeln. Ich schabe beim Limburger immer die orange "Schale" etwas ab, sonst schmeckt der Käse bitter. Hier noch mein Tipp: Bei unserem Pürierstab ist ein Häcksler mit dabei. Mit dem lässt sich der Käse super leicht schneiden. Wer keinen Häcksler hat, schneidet den Käse in möglichst kleine Würfel, ca. einen halben Zentimeter.
  3. Den gewürfelten Käse mit dem Frischkäse in eine ausreichend große Schüssel geben, mit Salz, Pfeffer, Kümmel und Paprika würzen, eine Schuss Bier dazugeben und jetzt kräftig umrühren, bis sich das Ganze zu einer Creme verbindet. Ich nehme dazu immer eine Gabel, die gut in der Hand liegt.
  4. Die Zwiebeln dazugeben und untermischen. Wenn die Creme jetzt noch sehr trocken scheint, noch ein bisschen Bier dazugeben, aber Vorsicht, nicht zu viel, sonst wird die Masse zu flüssig. Sie sollte in etwa die Konsistenz eines Kartoffelsalats haben.
  5. Abschmecken und zum Ziehen für 2-3 Stunden in den Kühlschrank stellen.
  6. Ca. 20 Minuten vor dem Servieren den Obadzden aus dem Kühlschrank holen. Den Schnittlauch waschen und fein schneiden und darüber streuen und servieren!

Mittwoch, 21. Mai 2014

Es blüht uns was

Aus Gartensicht ist Mai mein Lieblingsmonat, weil da alles so schön blüht und wächst. Hier ein paar Aufnahmen von unserem Balkon:
Thymian und Schnittlauch

Rukola - der blüht zwar nicht, aber wächst fleißig und schmeckt echt lecker

Erdbeeren - ganz unbemerkt haben hier die ersten Früchte angesetzt

Montag, 19. Mai 2014

Eichsam müht sich das Nährhörnchen...

... nachdem wir nun mehr oder weniger geduldig die letzten zwei Wochen das schlechte Wetter abgewartet haben befinden wir uns seit Freitag endlich wieder im Aufwind. Temperaturen um die 15°, ein wenig Wind und Sonne und Wolken im Wechsel - optimale Bedingungen fürs Pflanzen.

Die Tomaten haben die letzten Wochen ja auf dem Fenstersims verbracht und durften nun endlich an die frische Luft.
Aufgereiht wie Zinnsoldaten stehen sie nun da. Wir haben schon in den letzten Jahren gemerkt, dass der Standort auf dem Balkon optimal ist. Warm, windgeschützt, trocken und vor allem am Nachmittag sonnig. Außerdem speichern die Wände die Wärme auch über Nacht, sodass wir es auf dem Balkon immer etwas wärmer haben, als es tatsächlich ist.
Unsere Lieblingstomaten sind die kleinen Cocktailtomaten, die gerne auch mal direkt vom Strauch genascht werden. Deshalb sind es auch dieses Jahr wieder 4 Sträucher mit "Oliventomaten" und eine normale Tomatenpflanze (die etwas größere Pflanze im Eck) geworden. Ich habe auch schon die ersten Blüten entdeckt. Jetzt müssen nur noch die Bienen vorbeikommen.

Ganz links im Eck steht jetzt auch schon der neue Papyrus.
Mich erinnert die Pflanzenform immer irgendwie an eine Palme und es ist eine meiner Lieblingspflanzen - einfach unverwüstlich.

Und zur Belohnung für die Arbeit gab es dann am Samstagabend eine richtig gute bayerische Brotzeit: Brezen, Rettich und selbstgemachten Obadzden. Mmmmhm.